Chat with us, powered by LiveChat

Loading content ...

Keynote-Speaker Nick Sohnemann

„Den Weg in die Zukunft vorangehen, anstatt nur zu folgen“ – Interview mit Nick Sohnemann

Wagen Sie gemeinsam mit Nick Sohnemann einen Blick in die Zukunft! Welcher Neuerungen kommen auf uns zu? Wie verändern Innovationen die verschiedenen Unternehmen? Nick Sohnemann gibt im Interview mit Athenas Antworten auf diese und andere Fragen!

Nick Sohnemann ist Technologieexperte und Trendforscher. Im exklusiven Interview mit Athenas spricht er über die Neuerungen der Zukunft, wie Unternehmen schon heute  zukunftsfähiger werden und warum viele Unternehmen noch immer nicht den Schritt zur digitalen Tranformation gewagt haben.

 

Herr Sohnemann, Sie sind Technologieexperte und Trendforscher. Welche Neuerungen werden in naher Zukunft Einzug in unseren Alltag halten?

Wir stehen vor einem der größten wirtschaftlichen Wandel aller Zeiten. Innerhalb der nächsten Jahre wird jede Branche davon betroffen sein. Das Kerngeschäft von jedem Business wird digital und bereits jetzt kann jeder sehen, dass sich etwas verändert. Vor 20 Jahren war das wertvollste Gut der Erde das Öl. Die wertvollsten Unternehmen hießen Petrochina und Exxon Mobile. Doch seit kurzem hat sich das geändert, denn heute stehen Datenfirmen an diesen Positionen – erst Apple, dann Google. Das bedeutet, dass die Geschäftsmodelle der Zukunft sich erst noch entwickeln werden. Dennoch müssen Unternehmen in Europa bereits heute die Weichen stellen, um diese Welt mitgestalten zu können.

Als Tim Berners-Lee 1992 das WWW erfunden hat, hat auch noch keiner an Amazon und Facebook gedacht. So ähnlich ist es jetzt auch. Um nur ein paar Beispiele anzuführen, von Dingen die in naher Zukunft unseren Alltag betreffen: Selbstfahrende Autos ändern die Art und Weise wie wir uns fortbewegen, aber auch wie wir unsere dadurch gewonnene Zeit neu verteilen. Auch Virtual-Reality-Brillen werden unsere Medieninteraktion verändern. Roboter werden unseren Alltag vereinfachen, Drohnen uns Pakete liefern und 3D Drucker uns auf unsere körperlichen Bedürfnisse angepasstes Essen drucken.

 

Was bedeuten diese Neuerungen für heutige Unternehmen?

Unternehmen in Europa müssen auf die Überholspur der Digitalisierung. Sie müssen verstehen, dass sich Dinge verändern. Dies ist häufig einfach eine Mindset-Frage der Manager selbst.  Manager müssen sich hier als Motivatoren sehen: Sie sind gefordert digitales Business zur Kernkompetenz zu machen. Innovieren kann man nämlich nicht delegieren. Die IT darf nicht mehr nur als Kostenstelle gesehen, sondern muss zur gestaltenden Kraft werden. Daher sollte sie bei jedem Unternehmen unter dem CEO angehängt werden. Meine Empfehlung ist keinen CDO einzustellen, denn der CDO musst der CEO selbst sein.

Vor allem geht es nicht darum den perfekten Plan zu haben, sondern loszulegen: Selbst ausprobieren, selbst innovieren. Den Weg in die Zukunft vorangehen, anstatt nur zu folgen. Die größte Herausforderung ist, das eigene Geschäftsfeld weiterzuführen und trotzdem was Neues zu machen.  Wir sehen es an dem Konzern Alphabet, der eigentlich ein Mischkonzern ist. Es gilt daher mehr denn je: Nicht auf die alten Kernkompetenzen setzen und auf ein Business fokussieren, sondern wieder auf eine breitere Aufstellung setzen, also mehr Produkte und Services im Markt platzieren. Viele vergessen nämlich, dass das digitale Business schnelllebiger ist.

 

Warum wagen viele Unternehmen noch immer nicht den Schritt der digitalen Transformation?

Es ist eine Gemengelage vieler Dinge. Man kann es nicht zwingend an einer Sache festmachen. Beispielhaft würde ich aber Folgendes nennen: Zum einen sind es Managementgründe. Viele haben zu wenig Erfahrung mit digitalen Geschäftsmodellen und bevorzugen die altetablierten Geschäftsmodelle. Dann ist es zum anderen die Kultur selbst: In den Unternehmenskulturen selbst ist es meist nicht tief verankert Risiken einzugehen und das Neue erobern zu wollen. Und dann ist da noch das tiefe Missverständnis über die digitale Transformation. Sie wird als Bedrohung betrachtet und nicht als Chance. Speziell hier in Deutschland herrscht zum Teil eine große Technologieangst. Es gibt aber auch strukturelle Gründe: In Europa steht weniger Venture Capital zur Verfügung. Kleine nationale Märkte in Europa machen es digitalen Geschäftsmodellen schwer, die ja von dem Netzwerkeffekt leben.

 

Was können Zuhörer von Ihren Vorträgen erwarten?

Sie sind kurzweilige Reisen in die Zukunft. ich möchte die Menschen, die unsere Vorträge besuchen inspirieren, ihnen neue Technologien und Geschäftsmodelle zeigen. Ich rede nicht nur über Technologien, sondern während meiner Vorträge mache ich sie live erlebbar, Gadgets können auch ausprobiert werden. Außerdem zeige ich was digitale Transformation für einige Branchen bedeutet und was Manager brauchen, um in Zukunft erfolgreich zu sein.

 

Wann ist ein Vortrag für Sie persönlich erfolgreich?

Erfolgreiche Vorträge sind eine Mischung aus Entertainment und Information. Die Zuhörer müssen sich während des Vortrags unterhalten fühlen, aber die Zuhörer brauchen auch klare Handlungshinweise für ihre Unternehmen. Erfolgreich ist ein Vortrag für mich, wenn Menschen nach meinem Vortrag zuversichtlicher und innovativer am nächsten Tag ins Büro zurückkehren.

 

Vielen Dank für das Gespräch!