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Chirsto Foerster

„Wir sollten lernen, wieder auf Instinkte und Intuition zu vertrauen“ – Interview mit Christo Foerster

Christo Foerster ist Experte für smartes Zielmanagement und aktive Veränderung. Er verrät im exklusiven Interview mit Athenas, warum die Natur für den Menschen so wichtig ist und wie smartes Zielmanagement funktioniert. Außerdem spricht er über seine inspirierenden Vorträge und persönliche Ziele.

Herr Foerster, Sie sind Coach für smartes Zielmanagement und aktive Veränderung. Wie entwickeln Sie Ihre persönlichen Ziele?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in einer Welt, die sich immer dynamischer verändert, einen neuen Umgang mit Zielen braucht. Flexibilität wird wichtiger, auch in Bezug auf unsere Ziele. Was nützt es mir, etwas als langfristiges Ergebnisziel zu definieren, das in zehn Jahren höchstwahrscheinlich eine ganz andere Bedeutung hat oder so sogar gar nicht mehr existiert? Ich selbst arbeite deshalb mit Leitsternen, aus denen ich Ergebnisziele und Handlungsziele ableite. Die Leitsterne geben mir Orientierung, die Handlungsziele lenken meinem Fokus auf das Machen. Heute, hier und jetzt, mit dem was ich habe, dort wo ich bin. In kreativen Prozessen braucht es erst einmal gar kein konkretes Ziel, nur Lösungskriterien.

 

Nun sind Sie aber kein Business-Theoretiker, sondern einer, der seine Erfahrungen im wahrsten Sinne des Wortes draußen macht. Warum sind das Abenteuer, das Entdecken und die Natur Ihrer Meinung nach so wichtig für unsere Performance und Zufriedenheit?

Auch wenn unser Leben heute sehr stark von Technologien beeinflusst wird – wir Menschen sind Natur. Das zu erkennen, ist schon einmal sehr viel Wert. Um unser System in Balance zu halten, um dauerhaft leistungsfähig zu bleiben, müssen wir auf unsere natürlichen Bedürfnisse schauen. Raus, machen, Risiken eingehen, erfahren, wachsen. Wir sollten lernen, wieder auf Instinkte und Intuition zu vertrauen. In der Natur steckt unendlich viel Weisheit, die uns in allen Lebensbereichen Kraft geben kann.

 

Wie viel Einfluss hat Ihre Vita auf Ihre Arbeit als Speaker und Coach?

Sicher einen großen. Das, was wir erleben, formt ja unsere Persönlichkeit. Ich habe die verstörende Situation einer Geiselnahme am eigenen Leib erfahren, bin mit afrikanischen Wunderläufern durch das Hochland Äthiopiens gerannt und mit einer Horde Fitness-Freaks durch den brasilianischen Dschungel geklettert. Diese Erfahrungen fließen immer wieder auch in meine Vorträge ein. Aber es sind letztlich nicht die großen Heldengeschichten, die den Unterschied machen. Es zählt die Einstellung, mit der wir an die vermeintlich kleinen Situationen im Alltag herangehen. Erst wenn uns dieser Transfer gelingt, wird sich wirklich etwas ändern.

 

Ihr neues Buch und und auch einer Ihrer Vorträge hat den Titel „Dein bestes Ich”. Was verstehen Sie unter diesem Begriff?

Ich möchte damit die Menschen abholen, die den Eindruck haben, mehr zu können als sie im Moment zu zeigen im Stande sind. „Dein bestes Ich” ist aber kein Perfektionierungsprogramm, sondern stellt ganz ehrlich die Frage: Ist das, was du momentan leistest, wirklich dein Bestes? Ich bin überzeugt, dass wir dann den größten Impact haben, wenn wir uns intensiv mit unseren Motiven und Zielen auseinandersetzen und erleben, welche Bedeutung unser Wirken für die Entwicklung unserer Persönlichkeit hat. „Dein bestes Ich” inspiriert dazu, nicht länger zu warten, sondern heute beherzt anzufangen.

 

Wann ist ein Vortrag für Sie persönlich erfolgreich?

Wenn er nicht nur ins Nachdenken, sondern ins Handeln bringt. Alles andere ist wertlos.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Foerster!