Chat with us, powered by LiveChat

Loading content ...

Gerriet Danz

„Innovatoren sind nach einem Fehler nicht gescheitert, sondern gescheiter“ – Interview mit Gerriet Danz

Als Innovationsexperte weiß Gerriet Danz, worauf es in Unternehmen ankommt. Kreativität, Freiheiten und Mut zur Fehlerkultur sind dabei wichtige Faktoren, um Raum für Innovation zu schaffen. Im Interview mit Athenas spricht er über eben diese Themen.

Gerriet Danz ist Innovationsexperte. Er berät Unternehmen und zeigt, wie Kreativität zu Innovation führt. Im exklusiven Interview mit Athenas spricht er über Silicon Valley, Fehlerkultur und Innovationsklima.

 

Herr Danz, Sie sind Innovationsexperte. Wie entsteht Innovation?

Durch Menschen. Das hört sich vielleicht profan an, ist aber der Kern der Sache. Vielfach hat man den Eindruck, es ginge bei der Innovation um den Prozess, Neues zu schaffen. Eher technokratisch. Systemisch. Eben prozessoral. Wenn’s dann aber nicht funktioniert, hat es ganz oft mit menschlichen Gründen zu tun. Da wird zu wenig für die Menschen getan. Sie haben keine Möglichkeit, frei zu arbeiten. Keine Zeit, keinen Raum. Sie fühlen sich bevormundet und nicht ermutigt. Sie haben zu viel Stress und gar keine Chance, mal auf „andere Gedanken“ zu kommen. Es gibt auch keine Gelegenheit, dass immer wieder immer neue Menschen bunt zusammengewürfelt zu werden. Wer also als Unternehmen die kulturellen Rahmenbedingungen schafft, damit Ideen durch Menschen entstehen können, der wird gewinnen!

 

Was können Unternehmen tun, um ein optimales Innovationsklima zu schaffen?

Beispiele aus den innovativen Epizentren dieser Welt zeigen, dass innovative Unternehmen extrem auf Menschen setzen. Man lässt die Menschen machen, gibt ihnen Verantwortung, Freiheit. Man sorgt dafür, dass diese Menschen Motivation aus Ihrer Aufgabe ziehen, dass sie die Welt verändern können – das sorgt für Ideen, die wirklich neu sind.  Einfach nur Kreativtechniken zu lehren und dann darauf zu hoffen, dass etwas passiert, funktioniert nicht.

 

Sie waren in den USA im Silicon Valley unterwegs. Gibt es im Bereich Kreativität/Innovation Unterschiede zu Deutschland?

Vor allem die Fehlerkultur ist eine völlig andere. Während man im Silicon Valley scheitern darf, sind Fehler in Deutschland verpönt. Es soll ja tatsächlich nicht sehenden Auges viel Geld in den Sand gesetzt, sondern experimentiert werden. Wer allerdings experimentiert, wird Fehler machen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit. Der Erfolg: Danach ist man klüger. Man weiß, was nicht geht.  Aber auch, was funktioniert. Und das ist schon ein Wettbewerbsvorteil. Einige renommierte Weltkonzerne haben deshalb bereits Fehler Awards ausgerufen, bei denen die produktivsten Fehler eines jeden Jahres prämiert werden.

 

In einem Ihrer Vorträge sprechen Sie über diese Fehlerkultur. Warum fällt es vielen so schwer Fehler und Scheitern zu akzeptieren?

Weil Fehler bei uns – auch  durch das Programm, was wir in den Schulen gelernt haben – als etwas Grund-Negatives abgespeichert sind. Sofort springt bei uns MANGELHAFT und UNGENÜGEND hoch. Dabei sind Innovatoren nach einem Fehler nicht gescheitert, sondern gescheiter. Man sollte sie für Ihren Mut feiern und nicht feuern. Im Silicon Valley bekommt man als gescheiterter Unternehmer viel eher einen Bankkredit als wenn Sie noch gar keine Erfahrung gemacht haben. Weil die Banken zu Recht unterstellen, dass Sie jetzt ja wissen, wie’s funktioniert (und eben nicht funktioniert!).

 

Was können Zuhörer von einem Ihrer Vorträge erwarten?

In  meinen Vorträgen begeben wir uns auf eine inspirierende Reise durch die Welt der Innovation. Mit konkreten Antworten auf die Fragen: „Wie kommt man auf gute Ideen?“ und „Was können Unternehmen tun, damit Mitarbeiter innovativ werden?“ Viele dieser inspirierenden Beispiele, Maßnahmen und Techniken  aus der Welt von Google, Facebook und Co. sind 1:1 übertragbar in die Realität der Zuhörer und Zuseher.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

Haben Sie Interesse an einem Vortrag unseres Referenten? Hier geht es zu Gerriet Danz Referentenprofil.