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Dark Horse Innovation Keynote-Speaker

„Ohne die passende Kultur funktioniert keine »Innovations-Methode«.“ – Interview mit Dark Horse

Dark Horse ist ein junges, innovatives Unternehmen, welches sich als Soziokratie organisiert und mit Design Thinking arbeitet. Erfahren Sie im Interview mehr über die Vorträge, Methoden und Inhalte von Dark Horse

Liebes Dark Horse Team, ihr habt 2009 aus einer innovativen Idee Realität gemacht. Wie kam es zu der Idee ein transparentes und variables Unternehmen ohne Hierarchie zu gründen?

Wir haben uns alle im Rahmen der HPI School of Design Thinking an der Uni Potsdam kennengelernt. Wir waren damals der zweite Jahrgang der die »Design Thinking« Ausbildung gemacht hat. Und als wir am Ende unserer Ausbildung angelangt waren, war den meisten von uns klar, dass wir am liebsten weiter nach Design-Thinking-Prinzipien arbeiten wollten. Wir wollten nicht nach den Regeln der »alten« Arbeitswelt weitermachen. Da das ganze Thema Design Thinking zu der Zeit in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckte, fanden wir natürlich keine spannenden Arbeitgeber, die zu unseren Vorstellungen passten, also beschlossen wir einfach eine eigene Firma zu gründen. Zu dreißigst. Irre. Da wir dazu nichts in den einschlägigen Lehrbüchern fanden, mussten wir uns auf die Suche nach eigenen Wegen begeben. Und dabei ist “Dark Horse” herausgekommen.

Wir werden ja häufig zum Buzzword “Agilität” angefragt. Und da können wir natürlich kompetent argumentieren, da wir seit 2009 ständig an und mit uns experimentieren, um agile Arbeitsweise weiter zu entwickeln.

Dark Horse ist als Soziokratie organisiert. Was darf man sich darunter vorstellen und wie funktioniert das in der Realität?

Das funktioniert ganz gut, solange wir alle dieselbe Werte leben und alle am Gedeihen und Verderben unseres Unternehmens beteiligt sind. Es gibt Entscheidungsgremien, so genannte »Kreise«, die unabhängig voneinander in bestimmten Themen und Interessengebieten operieren. Unternehmerische Entscheidungen, die Dark Horses, die nicht zum »Kreis« gehören, betreffen, werden per einstimmigen Konsent in großer Runde getroffen. Wir arbeiten dann mit dem schwerwiegendem Einwand. Das heißt, wer auch immer gegen eine Entscheidung ist – etwa in neue Büroflächen zu investieren –, muss sich aktiv am Gestalten einer Kompromisslösung beteiligen. Das klingt jetzt vielleicht langatmig und nervtötend, ist es aber nicht. Denn wir treffen unsere Entscheidungen iterativ. Heißt, wir suchen nicht stundenlang nach der perfekten Lösung, die es nicht gibt, sondern wir probieren nächstbeste lösung aus – bis es eine neue nächstbeste Lösung gibt.

Ihr arbeitet außerdem viel mit den Methoden des Design Thinking. Warum?

Als wir Design Thinking kennen gelernt haben, war es damals noch neu und anders, als alles andere, das wir im Unternehmenskontext kennen gelernt hatten. Bei diesem Ansatz dominieren die Prinzipien Nutzerzentrierung, Iteration und Kollaboration. Wir haben dann relativ schnell herausgefunden, dass es bei vielen Unternehmen einen Bedarf nach Beratung darüber gibt, wie diese Design-Thinking-Prinzipien beim digitalen Wandel, in dem wir uns ja inzwischen fast alle befinden, helfen könnte. Nutzer entscheiden über Ratings und Empfehlungen, ob neue Produkte und Services gekauft und genutzt werden oder nicht. Deshalb muss der Nutzer bei der Entwicklung von innovativen Produkten und Services mit einbezogen werden. Design Thinking ist eine gute Methode dazu.

Worauf sollte ein Unternehmen achten, wenn es Innovationen fördern will?

Viele Unternehmen nehmen sich eine Methode(nsammlung) wie Design Thinking, Lean Startup oder Service Design und erwarten dann, dass sie »Innovationen« wie am Fließband ausspuckt. Okay, mal ganz davon abgesehen, dass »Innovation« ein ganz gräßliches Wort ist. Wir glauben, dass die Chance ein innovatives Produkt oder einen Service zu gestalten dann steigt, wenn es im Nutzerkontext gedacht, iterativ und kollaborativer Arbeitsweise entstanden ist. Dabei müssen Unternehmen unbekannte Wege einschlagen und den permanenten Umgang mit der eigenen Unsicherheit aushalten. Das frühe Lernen durch Scheitern ist für viele auch ungewohnt. Denn klassischerweise sind Unternehmen nach Expertise aufgeteilt. Nach dem Motto “man weiß ja immer, was das richtige ist und wie es genau gemacht wird”.

Deshalb sagen wir all unseren Kunden und potenziellen Kunden, dass Design Thinking nicht nur ein Methodenset ist, sondern ein eigener Ansatz, der eine bestimmte Kultur braucht. Offenheit, Fehlertoleranz, diverse Teams und so weiter. Ohne die passende Kultur funktioniert keine »Innovations-Methode«.

Trotzdem ist eine Innovationskultur allein natürlich kein Allheilmittel für Unternehmen im Wandel. Eine Innovationskultur muss auch immer neben einer funktionierenden Effizienzkultur co-existieren. Dieser Spagat ist eine große unternehmerische Herausforderung, die wir aber gerne begleiten.

Wie organisiert ihr einen Vortrag? Was darf euer Publikum erwarten?

Es gibt viele Praxisbeispiele, auch aus unserer eigenen Unternehmenskultur, sowie amüsante Anekdoten unserer lehrreichen Missgeschicke und Erfolge. Natürlich gibt es auch ein paar Do’s und Don’ts bei agilen Arbeitsweisen. Außerdem reden wir so, wie uns der Mund gewachsen ist und zwingen unser Publikum auch dazu, kleine Aufgaben zu erledigen, um nicht nur von Design Thinking und Co. zu hören, sondern es auch ein kleines bisschen zu fühlen.

 

Vielen Dank für das Gespräch, liebes Dark Horse Team!

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