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Monika Matschnig

„Das Licht ist heller als früher, die Suchscheinwerfer unerbittlich, die Presse gnadenlos.“ – Interview mit Monika Matschnig

Monika Matschnig ist Expertin für Körpersprache und Wirkungskompetenz. Lesen Sie hier das exklusive Interview mit Athenas!

Frau Matschnig, Sie sind Expertin für Körpersprache und Wirkungskompetenz. Wie kam es dazu?

Neugierde. Schon in jungen Jahren haben mich charismatische Menschen fasziniert und warum wirkt der oder die? Was ist das Geheimnis? Und dem ging ich auf den Grund. Im Psychologiestudium vertiefte ich das Wissen und viele Zusatzausbildungen auf diesem Gebiet rundeten es ab. Und das Schöne ist, man lernt nie aus.


Sie haben das Motto Wirkung. Immer. Überall Was hat es damit auf sich?

Das ist mein Leitsatz. Wir dürfen nie vergessen: Wir wirken immer. Die Frage ist nur WIE? Aber den wenigsten ist dies bewusst. Nur wenn ich gut wirke, also Gedanken, Worte und Körpersprache kongruent sind, dann werde ich vorteilhaft, überzeugend, vielleicht sogar als charismatisch wahrgenommen. Heute kann man sagen: die Wirkungskompetenz hat die Sachkompetenz überholt. Schauen sie nur in die Medien oder die Politik, da überzeugt nicht die Sachkompetenz.


Wieso ist Wirkungskompetenz besonders für Führungskräfte entscheidend?

Eine Führungskraft muss gut wirken. Hat sie auch noch die fachliche Kompetenz, wird sie erfolgreich sein. Eines alleine ist zu wenig. Das Licht ist heller als früher, die Suchscheinwerfer unerbittlich, die Presse gnadenlos. Unternehmerpersönlichkeiten müssen an ihrer Selbstdarstellung feilen, und Berater und Coaches können eine wertvolle Unterstützung bieten. Ziel ist, die Persönlichkeit positiv wahrzunehmen und ihr die Werte und Überzeugungen zurechnen, die sie transportieren möchten. Gelingt ihnen das, haben sie ihrem Unternehmen einen starken Wettbewerbsvorteil gesichert. Und dafür braucht man Wirkungskompetenz und Fachkompetenz.


In Ihren Vorträgen sprechen Sie unter anderem über verschiedene Verhaltenssignale in verschiedenen Kulturen. Können Sie uns ein konkretes Beispiel geben?

Die Globalisierung führt dazu, dass wir uns auf unterschiedliche kulturelle Verhaltensweisen einstellen müssen. Nehmen wir nur einen Bereich aus der Proxemik. Nordeuropäer und Asiaten benötigen einen größeren persönlichen Raum als Südländer und Menschen aus dem mittleren Orient. Problematisch kann auch eine Begegnung zwischen einem beherrschten Deutschen und einem temperamentvollen Puerto Ricanern sein. Ein Deutscher berührt seinen Gesprächspartner selten, hingegen ein Puerto Ricaner seinen Gesprächspartner sehr häufig. Ein Zusammentreffen dieser beiden Kulturen kann somit erhebliche Probleme nach sich ziehen. Der kühl wirkende Deutsche kann dem Puerto Ricaner homophile Absichten unterstellen und der Puerto Ricaner kann den Deutschen als interesselos beschreiben. Deshalb: Bei Zusammentreffen mit Menschen aus einem anderen Kulturkreis ist ein rücksichtsvolles Vorgehen wichtig, um Peinlichkeiten und Missverständnisse vermeiden. Und man sollte sich im Vorfeld über klassische Verhaltensweisen informieren.


Was erwartet Ihr Publikum bei einem Ihrer Vorträge?

Infotainment. Das Publikum befasst sich wieder mit der ältesten und wertvollsten Sprache der Welt: Der Körpersprache. Die Zuseher erhalten viele Tipps für eine optimale Wirkung und werden sensibilisiert in ihrem Gegenüber zu lesen und natürlich sich selbst besser wahrzunehmen. Das Ganze gepaart mit viel Humor, der ein wichtiges Vehikel für den Wissenstransfer ist. Das Publikum erhält somit Wirkungs- und Fachkompetenz.


Vielen Dank für das Gespräch!