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Stefan Hagen

„Mut gibt uns die Kraft zur Entscheidung“ – Interview mit Stefan Hagen

Stefan Hagen hat in seinem Leben schon viele Entscheidungen getroffen. Er gab seine sichere Beamtenlaufbahn auf und wurde Mutmacher, Berater und Coach. Seitdem hat er bereits unzähligen Teilnehmern den Mut gegeben, Entscheidungen zu treffen. Im Interview mit Athenas spricht er über Entscheidungen und seine inspirierenden Vorträge!

Stefan Hagen ist Mutmacher, Berater und Coach. Er macht deutlich: Mut ist wichtig, um Entscheidungen zu treffen! Im exklusiven Interview spricht er über bewusste und unbewusste Entscheidungen, erinnerungswürdige Ereignisse und falsche Entscheidungen.

 

Herr Hagen, ein zentrales Thema in Ihren Vorträgen ist „Mut“. Wieso ist Mut so wichtig?

Mut gibt uns die Kraft zur Entscheidung. Viele wichtige Entscheidungen schieben wir solange vor uns her, bis andere „über“ uns entscheiden. Aber dann in ihrem Interesse und nicht mehr in unserem. Wir schieben sie so lange, weil uns der Mut zur Entscheidung fehlt. Denn in dem Wort Entscheidung steckt auch „Scheiden“ im Sinne von sich trennen, z.B. von der derzeitigen Situation oder von den Alternativen.  Und davor haben viele Menschen große Angst. Aber nicht Angst, sondern Mut hilft uns bei wichtigen Entscheidungen.

 

Wir treffen jeden Tag tausende Entscheidungen. Haben Sie einen Tipp, wie bewusste Entscheidungen leichter zu treffen sind?

Tatsächlich treffen wir ca. 20.000 Entscheidungen am Tag, behauptet zumindest die Wissenschaft. Ich habe sie nicht gezählt. Davon sind nur 5% – 10% bewusste, also im Wachbewusstsein getroffene Entscheidungen. Einige sind vielschichtige Entscheidungen, die die persönliche oder unternehmerische Zukunft beeinflussen. Diese werden meist in einem Entscheidungsprozess getroffen. Gerade am Anfang dieses Prozesses sollte keine geschlossene, also mit Ja oder Nein zu beantwortende Frage stehen. So stellt sich z.B. für einen Unternehmer nicht die Frage „ob”, sondern „wieviel, wann oder wofür” er investiert. Um die Antwort zu finden, sind Informationen unabdingbar. Soviel wie nötig, um die aktuelle Situation bewerten, Risiken erkennen und abwägen zu können. Vor allem sollten wir uns bei schwierigen Entscheidungen über unsere langfristigen Ziele klar werden, über Wünsche, Lebensentwürfe, Visionen oder auch Werte. Wenn wir wissen was wir langfristig wollen, fällt manche Entscheidung womöglich anders aus, als wenn wir nur an die nächsten Wochen und Monate denken. Gerade letzteres gibt uns die Kraft für die Entscheidung. Und abschließend kann ich nur empfehlen, bei Entscheidungen auch auf die eigenen Emotionen zu achten. Denn wir können ohne Emotionen nicht entscheiden. Wenn wir die Emotionen erkennen, können wir diese mit Zahlen, Daten und Fakten hinterfragen. Dann lenken wir unsere Emotionen. Wenn wir glauben, nur mit dem Verstand entscheiden zu können, lenken die Emotionen uns und damit die Entscheidung.

 

Sie haben vielen Menschen bereits geholfen mutige Entscheidungen zu treffen. Gibt es ein Ereignis an das Sie besonders gerne zurückdenken?

Zwei Entscheidungen fallen mir da spontan ein. Die eine war die eines jungen Vortragsteilnehmers, der mir Wochen danach mitteilte, dass er sich wegen meines Vortrags erfolgreich für einen Auslandseinsatz seines Unternehmens beworben und entschieden hatte. Es ist schön zu wissen, dass eine solche Entscheidung durch den Impuls eines Vortrags möglich ist.

Die andere war die eines Unternehmers, der nach einem Gespräch sein Unternehmen und so auch sein Leben veränderte. Als ich ihn kennenlernte, war sein Unternehmen ein Sanierungsfall und er stark übergewichtig. Als ich ihn zwei Jahre später wieder traf, erkannte ich ihn nicht einmal. Er hatte sein Unternehmen sehr erfolgreich umgekrempelt und 30 Kilo abgenommen. Wenn ein Mensch dann sagt, dass ich ihn ermutigt habe, längst fällige Entscheidungen zu treffen und diese dann auch umzusetzen, dann weiß ich, dass die Beendigung meines Beamtenverhältnisses und der Weg zum Redner und Coach der anderen Menschen und Unternehmen bei Entscheidungen hilft, die für mich richtige Entscheidung war.

 

Nicht alle Entscheidungen die wir treffen, sind richtig. Haben Sie auch schon falsche Entscheidungen getroffen?

Oh je, natürlich. Auch ich habe viele falsche Entscheidungen getroffen. Das blöde ist ja, dass wir zum Zeitpunkt der Entscheidung nie wissen, ob sie richtig oder falsch ist. Dass wissen wir immer erst dann, wenn wir die Gelegenheit haben, auf diese Entscheidung und das sich daraus entwickelte Leben zurückzublicken. Diese Gelegenheit hatte ich dieses Jahr. Und dabei habe ich festgestellt, dass  die wenigsten Entscheidungen unseres Lebens tatsächliche „endlich“ sind. Meist können wir sie durch neue Entscheidungen verändern. Das ist evtl. mit einem hohen persönlichen, zeitlichen oder auch finanziellen Aufwand verbunden. Aber es ist möglich. Dieses Bewusstsein hat mich ermutigt, auch weiterhin möglichst viele meiner Entscheidungen selbst zu treffen und nicht durch andere treffen zu lassen.

 

Was können Ihre Zuhörer von einem Ihrer Vorträge erwarten?

Einen authentischen, fesselnden und unterhaltsamen Vortrag. Oder wie eine Teilnehmerin meinte: „Selbstreflektion, die Spaß macht.“

 

Vielen Dank für das Gespräch!

Haben Sie Interesse an einem Vortrag unseres Referenten? Hier geht es zu Stefan Hagens Referentenprofil.