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Wolfgang Bosbach

„Mit viel Engagement kann man doch einiges bewegen“ – Interview mit Wolfgang Bosbach

Seit vielen Jahren ist Wolfgang Bosbach in der Politik tätig. Welche Erfahrungen er in den vergangenen Jahrzehnten gesammelt hat und wieso auch nach 40 Jahren Politik manche Dinge ein dickes Fell erfordern, verrät er im Interview mit Athenas!

Wolfgang Bosbach gehört zu den bekanntesten Politikern Deutschlands. Druck, Kritik aber auch Erfolgserlebnisse gehören zum Alltag. Im exklusiven Interview mit Athenas spricht er über seine politische Arbeit, die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik und über die Herausforderungen der Zukunft.

 

Herr Bosbach, Sie sind bekannter Politiker und Rechtsanwalt. Was fasziniert Sie an Politik?

Auch nach über 40-jähriger politischer Arbeit, zunächst im Kreistag und im Rat meiner Heimatstadt Bergisch Gladbach und seit über 21 Jahren im Deutschen Bundestag, fasziniert mich immer noch die Möglichkeit, Tag für Tag die Zukunft unseres Landes mitgestalten zu können. Zugegeben, diese Gestaltungsmöglichkeiten sind auch für Bundestagsabgeordnete eher überschaubar, aber mit viel Engagement kann man doch einiges bewegen. Nicht nur in der politisch-parlamentarischen Arbeit, sondern auch und nicht zuletzt in der ganz praktischen Wahlkreisarbeit. Wenn man Menschen in einer schwierigen Situation als Abgeordneter helfen kann, ist das für mich – nach wie vor – ein wirklich schönes Gefühl.

 

Als Politiker sind Sie regelmäßig mit Druck und Kritik konfrontiert. Wie gehen Sie damit um?

Unter Druck habe ich eigentlich schon immer gearbeitet. In meinem ersten Leben als Supermarktleiter, später als Rechtsanwalt und seit über 20 Jahren als Berufspolitiker. Druck hat mir noch nie etwas ausgemacht, zumal ich in meinem Leben immer das Glück hatte, meinen Wunschberuf ausüben zu können. Dieses Gefühl werden viele kennen: Wenn man eine Arbeit  macht, die man unbedingt machen möchte, dann fallen einem auch 12-Stunden-Arbeitstage nicht schwer. Wenn man aber etwas machen muss, das man eigentlich nicht machen möchte, dann können schon 5 oder 6 Stunden am Tag viel zu lange werden. Mit sachlicher, fundierter Kritik habe ich überhaupt kein Problem. Ganz im Gegenteil, daraus kann man sogar lernen. Wenn es dem Kritiker aber erkennbar nicht um eine sachliche Argumentation geht, sondern nur um ganz persönliche Angriffe oder gar um Häme und Hetze, dann habe ich damit auch nach 40 Jahren Politik noch große Probleme. Zwar bekommt man im Laufe der Jahrzehnte ein dickes Fell, aber das Fell sollte niemals so dick sein, dass man zur Not auch ohne Rückgrat stehen kann.

 

In einem Ihrer Vorträge sprechen Sie über die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Was muss sich tun, damit der Standort Deutschland auch in Zukunft international mithalten kann?

Meine große Sorge ist, dass wir auch in Deutschland den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und sozialer Leistungsfähigkeit langsam aber sicher verlieren könnten. Wenn von den „Grenzen des Wachstums“ die Rede ist, dann ist in aller Regel das Wirtschaftswachstum gemeint, jedenfalls ist mir kein Fall bekannt, wo jemals das Ende des Wachstums an Sozialleistungen vorhergesagt oder gar als politisches Ziel vorgegeben wurde. Aber nur wenn wir auch weiterhin wirtschaftlich stark und wettbewerbsfähig sind, dann werden wir die ökonomische Basis dafür haben, dass wir unser dichtes Netz an sozialer Sicherheit erhalten oder gar noch weiter ausbauen können. Anders formuliert: Unsere wirtschaftliche Stärke, unsere Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit ist die Basis auch unseres Sozialstaates. Jedenfalls dann, wenn wir die sozialen Leistungen seriös finanzieren wollen, ohne den zukünftigen Generationen untragbare Lasten aufzuladen. Wir befinden uns als exportstarke Industrienation mitten im Übergang von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft – eine gewaltige Herausforderung für Politik und Gesellschaft gleichermaßen.

 

Was können Ihre Zuhörer von Ihren Vorträgen erwarten?

Für mich ist ganz entscheidend, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer am Ende eines Vortrages nicht mit dem Gedanken nach Hause gehen „schade, die Zeit hätte ich auch besser nützen können!“ Zwar kommt es in erster Linie auf Inhalte an, auf eine fundierte Analyse der Lage und den sich daraus ergebenden politischen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten, aber ich bemühe mich auch ganz bewusst darum, eine lebendige Sprache zu wählen, damit man gerne zuhört.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

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