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Suzanne Grieger-Langer

„Genau diese positiven Menschen kann ich mit meiner ungewöhnlichen Berufswahl besonders unterstützen. Ich helfe ihnen, ihr Potenzial zu erkennen und zu entfalten.“ – Interview mit Suzanne Grieger-Langer

Suzanne Grieger-Langer ist Profilerin, Dozentin und Buchautorin. Lesen Sie hier ihr exklusives Interview mit Athenas

Frau Grieger-Langer, Sie sind Profiler. Wie kam es zu diesem außergewöhnlichen Beruf?

Ich beschäftige mich schon immer und sehr intensiv mit den Menschen. Irgendwann wollte ich ihnen nicht mehr nur vor den Kopf schauen, sondern wissen, was wirklich hinter der Fassade steckt.

Ich glaube unerschütterlich an die Guten unter uns, die, die die Welt besser machen und uns nach vorne bringen. Genau diese positiven Menschen kann ich mit meiner ungewöhnlichen Berufswahl besonders unterstützen. Ich helfe ihnen, ihr Potenzial zu erkennen und zu entfalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass ich Menschen vor Blendern, Lügnern und Manipulateuren schützen kann. Nichts ist befreiender, als zu wissen, wer es gut mit einem meint und wen man besser aus seinem Leben heraushalten sollte. Sich von miesen Menschen zu trennen spart Stress und Schmerz. Es lebt sich einfach leichter.

Profiling hilft also in zweierlei Hinsicht, in der Persönlichkeitsentwicklung, sodass man sein volles Potenzial entfaltet und in der Befreiung von Blendern und Blockierern, die einem sonst in der eigenen Entwicklung im Wege stehen und Schaden anrichten.

 

Ist es möglich Profiling auf Management anzuwenden?

Ja! Profiling ist weder an Professionen oder eine Branchen gebunden. Profiling bezieht sich auf den Faktor Mensch. Darum antworte ich mit einem klaren JA!

Besonders im Management ist es von existenzieller Bedeutung, zu prüfen, ob der Bewerber der Verantwortung und Belastung entsprechen kann. Denn es ist immer der Faktor Mensch, mit dem ein Unternehmen steht oder fällt. Und der Fisch stinkt bekanntlich ja vom Kopf her. Wenn aber genau die richtige Person ausgewählt wird, wird man sich wundern, was alles möglich ist. Darum rate ich immer dazu, bereits beim Recruitment mit dem Profiling anzufangen. Denn bereits in dieser Phase können wir alles über einen Bewerber herausfinden… und damit meine ich nicht nur, die frisierten Unterlagen, in denen Abschlüsse präsentiert werden, die vom Bewerber nie errungen wurden.

Wir sortieren zuverlässig Low-Leister und Leistungssimulanten aus. Das ist nicht nur für die Stelle an sich wichtig, sondern auch für die Leistungsträger im Unternehmen, um weiter motiviert zu bleiben.

Ein Tipp von mir: Rufen Sie doch mal bei der benannten Hochschule an, um abzufragen, ob Ihr Bewerber tatsächlich dort studiert hat, tatsächlich dieses Studienfach abgeschlossen hat und ob auch die angegebene Note passt. Im Zeitalter von Photoshop stellen wir fest, dass bis zu 70% der Referenzen gefälscht sind.

 

Nutzen Sie Profiling auch im Alltag?

Als Unternehmerin und Profiler ist es mir natürlich zur Gewohnheit geworden, meine Kenntnisse einzusetzen. Natürlich analysiere ich die Menschen in meinem Umfeld. Zwar erstelle ich nicht für jeden ein volles Profil, aber ich kann sehr viel tiefer sehen, als es manchen Menschen lieb ist.

Und da mich Menschen nach wie vor unendlich faszinieren, nehme ich meine Arbeit auch gern mit nach Hause.

 

Sie haben das Buch „Die Macht der positiven Manipulation“ geschrieben, es ist Ihr drittes Buch. Worum geht es darin?

Es geht um Führung. Führung ist ein people business, daher kann ich als Profiler so viel dazu sagen. So manche Managementliteratur wird dem Wesen der Menschen und der Beziehungen nicht gerecht. Dieses Buch ist ein best practice Buch – theoretische fundiert und praktisch erprobt. Es soll Führungskräften über die großen Hürden der Mitarbeiterführung helfen. Wie macht man bestmöglich was, um gemeinsamen Erfolg zu generieren. Wann liegt es wirklich an der Führungskraft und was kann sie dann machen. Und wann liegt es am Mitarbeiter und was ist da zu machen.

Potenzial – das eigene und das der Mitarbeiter – entfaltet sich nur durch Überzeugung und Inspiration. Widmet man sich zu 100% der positiven Führung wird man großzügig belohnt und zwar mit Eigeninitiative, Eigenverantwortung und Eigenmotivation seiner Mitarbeiter.

 

In Ihren Vorträgen geht es um Sondereinsatzkommandos, Herausforderungen und Macht. Was können Ihre Zuhörer von einem Ihrer Vorträge erwarten?

Die Menschen von denen ich lernen durfte, sind Personen, die im Hochrisikobereich arbeiten. Dort, wo man sich keine Fehler erlauben darf und sich auch jeder zu 100% auf seine Führungskraft verlassen können muss.

Der Bereich, aus dem ich komme, erlaubt keine Fehler. Ein Fehler würde bedeuten Menschenleben zu gefährden, nicht eine Handvoll Euro. Entsprechend ist Führung erzwungernermaßen und überzeugtermaßen immer voll da, immer voll verantwortlich und immer voll vertrauenswürdig.

Führung bedeutet, den Auftrag zu erfüllen und sein Team sicher wieder mit nach Hause zu bringen – als Einheit, das ist Inhalt meiner Vorträge. Egal, wie brenzlig es wird, es gibt kein vielleicht oder ich-weiß- auch-nicht, es muss Entscheidungen geben – und wie man die unter Zeitdruck und mit zu wenig Informationen erfolgreich trifft, das liefern meine Vorträge. Führung ist eine Frage des Charakters, des Commitments und der Strategie. Wie optimale Führung funktioniert, zeige ich an eindrucksvollen Beispielen aus dem Hoch-Risiko- Bereich und die Zuhörer werden sich wundern, dass sie alles 1 : 1 auf ihren Managementalltag übertragen können.

 

Vielen Dank für das Gespräch!