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Referent Gero von Randow

„Technologien erweitern den Möglichkeitsraum. […] Wie lassen sich neue Möglichkeiten sinnvoll nutzen?“ – Interview mit Gero von Randow

Der Journalist und Referent Gero von Randow erklärt in seinem exklusiven Interview mit Athenas u.a., warum wir neuen Technologien offen gegenüber treten sollten.

Herr von Randow, Sie studierten zunächst Jura und entschieden sich dann doch für den Journalismus. Wie kam es zu der Entscheidung?

Mein Studium ergab sich aus meiner Neugier. Ich wollte verstehen, wie verbindliche Entscheidungen begründet werden. Die Rechtspraxis ist Ausübung von Macht mittels eines Sprachspiels – das fand ich faszinierend und es fasziniert mich bis heute. Journalismus lag bei uns in der Familie, mein Vater war Wissenschaftsjournalist. Für mich war der Journalismus zunächst eine Art und Weise, mich politisch zu engagieren, ich war damals sehr links. Später verlegte ich mich ebenfalls auf den Wissenschaftsjournalismus, vor allem befasste ich mich mit Technik, Physik und Mathematik. Um Wissenslücken zu schließen, belegte ich viele Kurse an der FernUni in Hagen und wälzte Lehrbücher. Die Neugier trieb mich immer weiter, es folgten wieder Politikjournalismus und nicht zuletzt eine hochinteressante Zeit als Chefgärtner eines zarten Pflänzchens: ZEIT ONLINE.

 

Sie setzen sich schon länger für eine neue Einstellung gegenüber neuen Technologien ein. Warum sollten wir Zukunftstechnologien offen begegnen und willkommen heißen?

Technologien erweitern den Möglichkeitsraum. Dass nicht alles, was möglich ist, auch wünschenswert ist oder auch nur erlaubt sein soll, ist eine Selbstverständlichkeit – aber mit dieser Feststellung darf das Nachdenken nicht aufhören. Wie lassen sich neue Möglichkeiten sinnvoll nutzen? Wohin wird uns die menschliche Erfahrung noch führen? Das sind Themen, die mich bis heute nicht los lassen.

 

Sie sprechen außerdem über den Journalismus in Zeiten der Digitalisierung. Warum ist das Internet nicht das Ende vom Qualitätsjournalismus?

Das Internet ist vieles, aber es ist auf jedenfall dies: ein digitales Gebilde. Das aber bedeutet, dass es formbar ist wie Knetmasse. Online ist alles möglich: Ernst und Spaß, Kunst und Kommerz, Aufklärung und Hetze, Dialog und Propaganda. Mit anderen Worten: Die technische Infrastruktur des Netzes erlaubt selbstverständlich auch Qualitätsjournalismus. Kann er sich auch refinanzieren? Ja, wenn es gelingt, die Nachfrage wach zu halten und zu erweitern, also wenn die Produkte so gut sind, dass sie sich am Markt bewähren. Die kritische Phase ist allerdings die jetzige, diejenige des Übergangs.

 

Als Politikjournalist erleben Sie den wachsenden Populismus in Europa und in der Welt mit. Was sind die Ursachen und wie kann er erfolgreich bekämpft werden?

Es gibt viele Erklärungsversuche, und jeder von ihnen ist einseitig. Das verblüffende Phänomen ist ja, dass wir es in sehr unterschiedlichen Ländern mit ähnlichen Erscheinungsformen zu tun haben. Da liegt es nahe, nach gemeinsamen Ursachen zu suchen. Nationalismus und autoritäre Politik waren in der Vergangenheit typische Begleiterscheinungen historischer Umbrüche. Und derzeit erleben wir genau das: den Verlust politischer, geistiger und sozialer Gewissheiten. Da könnte der Schlüssel des Problems liegen. Und was soll man tun? Nun, die Erfahrungen in Europa zeigen, dass zumindest eine Antwort falsch ist: Anpassung an diese Tendenzen.

 

Worauf darf sich Ihr Publikum vor einem Ihrer vielseitigen Vorträge freuen?

Mir wird nachgesagt, dass ich sehr engagiert spreche. Das ist gut möglich, denn meine Themen sind mir Herzensangelegenheiten. Doch als Journalist weiß ich auch, dass es einem selbst und auch den Lesern oder Zuhörern gut tut, wenn es nicht nur ernst zugeht – wer hat nicht gern die Lacher auf seiner Seite? Gelernt habe ich den lockeren Vortragsstil auf Konferenzen in Amerika. Ach ja, vielleicht noch etwas: Ich springe gerne aus der rein deutschen Perspektive heraus. Fünf Jahre Korrespondententätigkeit in Paris haben mir beigebracht, dass der Blick von außen erhellend, manchmal verblüffend und nicht selten recht unterhaltend ist.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Herr von Randow!

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