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Biyon Kattilathu

„In den Momenten, in denen wir lachen und Spaß haben, öffnen wir uns für neue Botschaften.“ – Interview mit Dr. Biyon Kattilathu

Dr. Biyon Kattilathu ist Experte für Motivation und Erfolg. Er plädiert dafür, dass wir uns auf unsere Stärken und nicht auf unsere Schwächen konzentrieren sollten. Lesen Sie jetzt sein exklusiven Interview mit Athenas.

Dr. Kattilathu, Sie haben bereits früh gelernt auf Ihre Stärken zu vertrauen und sich nicht auf Ihre Schwächen fokussieren, wie es in Schulen gerne gemacht wird. Wie kam es dazu? Und was hatte Taekwondo damit zu tun?

Taekwondo bedeutet im übertragenen Sinne „die Kunst von Körper und Geist“, was wiederum eng mit dem heutigen Wort „Selbstbewusstsein“ verknüpft ist. „Sich seiner selbst bewusst sein“, bedeutet nämlich zu wissen, was kann ich gut und was kann ich nicht so gut. Im Taekwondo war ich lange Zeit nicht erfolgreich, weil ich versuchte mich so zu verhalten wie andere erfolgreiche Kämpfer. Diese hatten allerdings andere Stärken als ich und waren zum Beispiel mit ihren Tritten sehr viel stärker als ich. Meine Stärke war der Faustkampf, der allerdings relativ unspektakulär ist. Als ich aber begann mich darauf zu konzentrieren, wurde ich erfolgreich. Ich gewann die Deutsche Meisterschaft und wurde in die Deutsche Nationalmannschaft berufen. Und zwar nicht weil ich der Beste war, sondern derjenige war, der sich am besten auf seine eigenen Stärken berief. Dieses Prinzip kann ich jedem nur ans Herzen legen. Es erweist sich in jeglicher Situation als sehr fördernd und fühlt sich als sehr harmonisch mit der eigenen Persönlichkeit an.

 

Sie verfolgen die Hintergründe der Motivation in Menschen seitdem auch wissenschaftlich. Was fasziniert Sie so daran?

Wissenschaft fasziniert mich weil „Wissen schafft“. Wissen schafft Verständnis. Wissen schafft Vorsprung. Wissen schafft Innovationen. Ich habe neben meiner kreativen Art auch den typischen Inder in mir, der gerne von Zahlen, Daten und Fakten umgeben ist. Quantitative oder qualitative Studien zu führen, bedeutet zu
lernen: Von den Erfahrungen anderer und von der Veränderung anderer. Nicht jeder Fehler muss am eigenen Leibe gefühlt werden. Manchmal ist es auch sehr schön, von den Fehlern und den Erfolgen anderer zu lernen. Zudem ist es mir auch ein großes Anliegen stets „up to date“ zu bleiben und die Herausforderungen jeder Generation zu verstehen. So beschäftige ich viel mit der so genannten „Generation Y“, interkulturellen Herausforderungen oder interdisziplinärem Verständnis, um den jeweiligen Herausforderungen des Unternehmens vollkommen gerecht zu werden.

 

Dr. Kattilathu, Sie haben darüber hinaus auch zur Kundenpsychologie geforscht. Was hat diese mit Motivation zu tun? 

Das Wort „Motivation“ beinhaltet das Wort „Motiv“. Wenn wir das „Motiv“ als Fragewort formulieren müssten, würde es „Warum?“ lauten. Das „Warum“ ist also der Antrieb für uns. Kann mein „Warum“ für den Beruf beispielsweise klar beantwortet werden, so habe ich genügend Motivation für den Beruf.

In meiner Doktorarbeit habe ich mich intensiv mit dem „Warum“ der Kunden auseinandergesetzt und war selbst überrascht wie viele Erkenntnisse sich verallgemeinern ließen und Aufschluss über die oftmals komplex erscheinenden Zusammenhänge der Motivation gaben, die ich nun mit bestem Gewissen an die
Unternehmen weitergeben möchte.

 

Bei Ihren Vorträgen spielt auch der Humor eine große Rolle. Was darf Ihr Publikum von Ihren Vorträgen erwarten?

Ich war in vielen Ländern dieser Welt unterwegs und war dabei nicht immer der Sprache des jeweiligen Landes mächtig. Aber mein Humor hat die Herzen der Menschen in jedem Land erreichen können. In den Momenten, in denen wir lachen und Spaß haben, öffnen wir uns für neue Botschaften. Das Publikum darf
unterhaltsame und nachhaltige Vorträge erwarten, die einen praktischen Bezug haben und das Wichtigste: Es geht mir um jeden Einzelnen, der im Publikum sitzt. „Lasse jeden Menschen, dem Du begegnest, ein kleines bisschen glücklicher von Dir weggehen.“ lautet eines meiner Credos. Dieses ist im wahrsten Sinne Programm.

 

Wann ist ein Vortrag für Sie persönlich erfolgreich? 

Wenn der Kunde nach dem Vortrag glücklich lächelt und ein weiteres Mal nach erfolgreicher Umsetzung der Tipps und Methoden im Unternehmen glücklich lächelt.

 

Vielen Dank Für das Gespräch, Dr. Kattilathu!