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Keynote Speaker Conny Dethloff

„Und genau hier liegt in meinen Augen der Schlüssel des Erfolgs, nämlich beim Menschen.“ – Interview mit Conny Dethloff

Unser Speaker Conny Dethloff spricht über seine Erfahrungen mit und Sicht auf Business Intelligence. Lesen Sie, was Sie bei einem seiner Vorträge erwartet.

Herr Dethloff, Sie haben zunächst Mathematik studiert und sind dann in die Wirtschaft. War das von Anfange an Ihr Ziel?

Ich habe relativ früh das Ziel verfolgt in der Wirtschaft aktiv zu sein. Allerdings war mir ebenso früh klar, dafür keine BWL zu studieren. Meine Idee war, mit Gedanken und Ideen, die nicht originär der BWL oder VWL angehören, die Wirtschaft zu befruchten.

Ich denke in diesem Sinne vor allem an die so genannten Strukturwissenschaften, wie beispielsweise Philosophie, Kybernetik, System-, Chaos- und Spieltheorie, zu denen ich über die Mathematik einen relativ einfachen Zugang gefunden habe. Ich glaube, dass wir derzeit genügend Spezialkenntnisse vorliegen haben. Jedoch ist unsere Welt stetig vernetzter geworden, so dass es nun essentiell ist, dieses Spezialwissen miteinander zu verbinden, um nachhaltige Lösungen in der Wirtschaft, und nicht nur dort, zu generieren.

Mein Ansporn ist in diesem Sinne, diese Vernetzung über die Erkenntnisse aus den Strukturwissenschaften ins Spiel zu bringen.

 

Sie beschäftigen sich schon lange mit dem Thema Business Intelligence. Was fasziniert Sie so an diesem Thema?

Die Kernaufgabe von Business Intelligence ist in meinen Augen, geschlossene Regelkreisläufe eines Unternehmens mit dem Markt aufzubauen und diesen am Leben zu halten. Über diese Regelkreisläufe werden dann Erkenntnisse über den Markt (Kunden, Wettbewerber, Partner, Lieferanten, …) gewonnen, um auf diesen adäquat zu reagieren und diesen zu gestalten.

Genau diese Sichtweise treffe ich immer noch zu wenig an, wenn ich mit Menschen über Business Intelligence rede. Ich höre in solchen Gesprächen und Diskussionen dann immer ganz viel über Technologie, aber beispielsweise nichts über Erkenntnistheorie, also die Art und Weise, wie wir Menschen die Umwelt beobachten, daraus Erkenntnisse generieren, Lernen, Kommunizieren und Entscheidungen treffen.

Und genau hier liegt in meinen Augen der Schlüssel des Erfolgs, nämlich beim Menschen. Diese, in meinen Augen zu technologischen Sichten anzupassen, ist mein Antrieb mich mit Business Intelligence eingehender zu beschäftigen.

 

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran. Wie kann BI Unternehmen helfen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern?

Ich habe es in der vorigen Frage ja bereits angedeutet. Es geht darum Regelkreisläufe aufzubauen und entlang dieser über das Nutzen von Daten Entscheidungen und darauf aufbauend Handlungen stetig zu verbessern. Eine Entscheidung ist ja nur deshalb eine Entscheidung, weil zum Zeitpunkt dieser diese nicht in „richtig“ und „falsch“ bewertet werden kann. Wäre das so müsste man nicht mehr entscheiden. Dann ist bereits entschieden.

Und genau an dieser Stelle setzt Business Intelligence an. Den Menschen in den Unternehmen werden über BI Möglichkeiten an die Hand gegeben, situativ und kontextabhängig Daten zu sammeln und diese bedarfsgerecht aufzubereiten, so dass darüber dann einfacher entschieden werden kann.

Und dann dürfen wir einen weiteren Fakt nicht vergessen. Durch den Fortschritt unserer Technologie haben wir auch die Geschwindigkeit von  Entscheidungsnotwendigkeiten erhöht. Es gibt immer mehr Use Cases, wo es wichtig ist, schnell in quasi Realtime Entscheidungen zu treffen. Auch hier hilft Business Intelligence durch den Bau passender Produkte.

 

Worauf dürfen sich die Zuschauer bei einem Ihrer Vorträge freuen?

Ich habe seit 2000 praktische Erfahrungen im Bereich der Wirtschaft sammeln dürfen. Seit 2009 verarbeite ich diese in strukturierter Art und Weise in meinem Logbuch der Reise des Verstehens.

Im Rahmen meiner Vorträge lege ich stets großen Wert darauf, praxisnah und authentisch meine Erlebnisse zu schildern. Ich spreche über eigens gemachte Erfolge wie gleichermaßen auch über Misserfolge. Ich glaube nämlich, dass man von Misserfolgen Anderer mehr lernt als von deren Erfolgen.

In meinen Vorträgen erkennt man stets eine persönliche Note von mir. Theorie kann man in Büchern nachlesen. Dafür benötigt man meine Vorträge nicht. Ich gehe stets mit der Haltung auf die Bühne, dass die Zuhörer mir Zeit schenken und ich deshalb angehalten bin etwas zurück zu schenken.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Dethloff!