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Amelie Fried

„Wer nichts risikiert verpasst das Leben“ – Interview mit Amelie Fried

Amelie Fried ist Fernsehmoderatorin und Schriftstellerin. Lesen Sie hier ihr exklusives Interview mit Athenas.

Frau Fried, Sie sind Fernsehmoderatorin und Schriftstellerin. Zwei spannende Berufe, wussten Sie schon immer, dass Sie damit arbeiten wollten?

Dass ich Schriftstellerin werden wollte, wusste ich schon mit elf Jahren. Zum Fernsehen bin ich dann durch einen Zufall gekommen. Eigentlich hielt ich mich selbst für zu schüchtern. Aber als alle anderen mir das zuzutrauen schienen, habe ich es einfach versucht. Und zu meiner eigenen Überraschung ist daraus eine ganz ordentliche Fernsehkarriere geworden. Die Verbindung aus Schreiben und Moderieren empfinde ich als sehr geglückt: Beim Schreiben arbeite ich allein, beim Moderieren im Team, beides macht mir großen Spaß.

 

Können Sie uns einen Einblick in einen Ihrer Vorträge geben?

Mein Vortrag „No risk, no fun – Wer nichts riskiert verpasst das Leben“ handelt von der um sich greifenden Tendenz, sämtliche Risiken im Leben vermeiden zu wollen. Das beginnt bei der Anzahl der Versicherungen, die wir im Laufe unseres Lebens abschließen (bei mir sind es derzeit 18!), betrifft die Art und Weise, wie wir unsere Kinder erziehen, und endet damit, dass wir in allen Situationen möglichst auf Nummer gehen wollen. Wer aber nichts mehr riskiert – meist aus Angst vor einer Niederlage – entwickelt sich nicht weiter. Wer immer nur tut, was er sowieso schon kann, tritt auf der Stelle. Das gilt auch für Unternehmen: Wenn keine Bereitschaft zur Innovation vorhanden ist, geht nichts voran. Und in Zeiten wie heute kann Stillstand schon Rückschritt bedeuten.

 

Was begeistert Sie am meisten an Ihrem Beruf?

Dass ich mich mit so vielen unterschiedlichen, spannenden Themen beschäftigen kann und immer wieder interessante Menschen kennenlerne. Ich bin sehr neugierig und kann mich schnell begeistern, außerdem lerne ich gern neue Dinge. Sowohl als Autorin wie auch als Moderatorin und Referentin möchte ich mein Publikum gut unterhalten und inspirieren.

 

Für welches Publikum eignen sich Ihre Vorträge am besten?

Ich halte keine Wie-Sie- Vorträge (also: Wie-Sie- erfolgreich/reich/glücklich/ein besserer Teamplayer/Chef-oder sonstwas-werden) und ich halte auch keine akademischen Fachvorträge. Ich versuche, meinen Zuhörern Themen nahezubringen, die mich selbst interessieren und von denen ich glaube, dass sie auch für andere interessant sind. Am liebsten spreche ich vor einem Publikum, das offen ist für meine Mischung aus gründlich recherchierten Fakten, persönlichen Erfahrungen und unterhaltsamen Anekdoten. Die besten Erfahrungen habe ich mit Kunden- oder Mitarbeiterveranstaltungen gemacht, oder als auflockerndes Element bei Kongressen.

 

Wann ist ein Vortrag für Sie ein Erfolg?

Wenn ich spüre, dass die Zuschauer gedanklich mitgehen, dass sie aufmerksam sind, Reaktionen zeigen, an den lustigen Stellen lachen. Natürlich spüre ich auch am Schlussapplaus, wie ein Vortrag ankam, und natürlich am Feedback von Zuhörern und Kunden. Ich habe inzwischen eine lange Liste von positiven Feedbacks meiner bisherigen Auftraggeber, die mir zeigen, dass mein Stil bei vielen gut ankommt.

 

Vielen Dank für das Gespräch!